Echinacea angustifolia
Schmalblättriger Sonnenhut
Die dekorative und mehrjährige Echinacea ist besonders in den Wintermonaten in aller Munde. Das auch unter dem Namen Sonnenhut bekannte Gewächs gilt als bewährte Heilpflanze zur Stärkung des Immunsystems. In der Homöopathie kommt Echinacea oft bei Entzündungen, Erkältungen oder bei einer Grippe zum Einsatz.
Steckbrief von Echinacea angustifolia
Beschreibung: Die Echinacea (auch Sonnenhut / Lakota: Ichahpe hu) gehört zu den Korbblütlern. Somit gehört die Heilpflanze zur gleichen Pflanzenfamilie wie Arnika, Kamille oder Löwenzahn. Der behaarte Stängel ragt bis zu 1.4 Meter in die Höhe und trägt jeweils einen Blütenkopf. Die ausdauernde Pflanze wird lediglich 20 bis 50 cm hoch und besitzt einen meist einfachen, manchmal verzweigten Stängel. Auffallend sind die leuchtenden abstehenden Blätter, die je nach Sorte orange, violett, weiss oder purpur gefärbt sind und 2 bis 4 cm lang sowie 5 bis 8 mm breit sind. Die Blätter sind länglich-lanzettlich bis elliptisch, ganzrandig, 1 bis 4 cm breit und besitzen eine höckerig-rauhhaarige Oberfläche. Der behaarte Stängel ragt bis zu 1.4 Meter in die Höhe und trägt jeweils einen Blütenkopf. Die ausdauernde Pflanze wird lediglich 20 bis 50 cm hoch und besitzt einen meist einfachen, manchmal verzweigten Stängel.
Blütezeit: Juni bis Oktober
Verbreitung: Der Schmalblättrige Sonnenhut stammt aus den Great Plains in Nordamerika, wo ihre Heilkraft bereits früh von der indigenen Bevölkerung entdeckt und geschätzt wurde. Schon damals galt Echinacea als Arzneimittel und wahre Geheimwaffe der Natur. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich von den kanadischen Provinzen Saskatchewan und Manitoba bis nach Texas im Süden der USA. Die Pflanze wird in geringem Umfang auch in der Schweiz und in Deutschland angebaut.
Standort: Diese Art ist eine Pflanze der nordamerikanschen Prärie, ein ausgedehntes Grasland mit ähnlichem Klima wie die Steppen Asiens. Das kontinentale Klima ist durch kalte Winter und trockene Spätsommer charakterisiert. Dazu kommen regelmässige Feuer und die Beweidung durch Bisons, zwei ökologische Faktoren, die den Lebensraum mitprägen. Von Ost nach West nimmt die Trockenheit der Prärie zu, wobei der Schmalblättrige Sonnenhut vor allem auf trockenen Böden im Westen wächst. Heute finden sich an Stelle der Prärie oft riesige Getreidefelder.
Besonderheiten: Bekannt sind bis heute 9 verschiedene Arten der Echinacea – mit insgesamt 11 Varietäten. Die beiden Sonnenhut-Arten Echinacea purpurea (Purpur Sonnenhut) und Echinacea pallida (Blasser Igelkopf) werden ebenfalls als Arzneipflanze verwendet. Da das Inhaltsstoffspektrum nicht identisch ist, empfiehlt sich eine morphologische Unterscheidung zu Echinacea angustifolia. Echinacea purpurea unterscheidet sich von Echinacea angustifolia durch ihren allgemein kräftigeren Wuchs mit einer Höhe von 50 bis 150 cm, oft gezähnten Blättern und mit meist purpur farbigen Zungenblüten. Echinacea pallida ist leicht an ihren hängenden, schmalen Zungenblüten mit einer Länge von 4 bis 9 cm zu erkennen. Ihre Pollen sind nicht wie bei den vorigen Arten gelb, sondern weiss.
Wichtige Verwandte: Arnica, Artemisia abrotanum und A. cina, Bellis, Calendula, Cineraria maritima, Chamomilla (Matricaria), Eupatorium, Taraxacum
Beschreibung von Echinacea in der Homöopathie
Das Wissen um die Heilkraft der Echinacea haben wir der Volksmedizin der Native Americans zu verdanken. Die indigenen Völker in Nebraska und Missouri (beispielsweise die Lakota, Ogala, Ohama usw.) wussten um die Heilkraft der schönen Sommerpflanze. Sie zerquetschten die Pflanze und legten den Brei auf die Wunden, damit sie rascher heilen. Seit mehr als 100 Jahren zählt der Sonnenhut in den USA und in Europa zu den bekannten Arzneipflanzen.
In der Homöopathie wird hauptsächlich der schmalblättrige Sonnenhut (Echinacea angustifolia) alleine oder gemischt mit dem blassfarbenen Sonnenhut (Echinacea pallida) verwendet. Die Bezeichnung Echinacea bedeutet Igel (griechisch: echinos), weil der stachelige Blütenboden ähnlich wie das Stachelkleid eines Igels aussieht. Diese Ähnlichkeit wird in der Signaturenlehre als Hinweis auf die Wirkung (Steigerung der Abwehrkraft) interpretiert. Tatsächlich stimuliert Echinacea das Immunsystem und schützt damit vor Infektionen.
Echinacea wird auch in der Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) im gleichen Anwendungsgebiet eingesetzt. Die immunstimulierende Wirkung konnte sowohl bei der Urtinktur wie auch bei potenzierten Zubereitungen nachgewiesen werden. Offenbar wirkt Echinacea aufgrund des homöopathischen Ähnlichkeitsprinzips. Bei einer homöopathischen Arzneimittelprüfung klagten fast sämtliche Prüfer (Ärzte) über Benommenheitsgefühl im Kopf, inneres Zittern, Mattigkeitsgefühl, heisse Wallungen wechselnd mit Frösteln, Knochenschmerzen, ganz eigenartig scharf-stechende Schmerzen in den Gelenken und den verschiedensten Gliedmassen. Ein Heilmittel, das bei gesunden Menschen Grippesymptome hervorruft, kann diese auch heilen.
Wirkung von Echinacea in der Homöopathie
Echinacea ist eine gute Wahl, wenn das Immunsystem besonders gefordert wird, beispielsweise bei Eiterungen und Infektionen nach Verletzungen, Verbrennungen, bei Beingeschwüren, schlecht heilenden Wunden, Abszessen, Furunkeln. Echinacea kann auch begleitend zu den ärztlichen Massnahmen bei Tierbissen oder bei Gefahr von Blutvergiftung (Sepsis) eingesetzt werden. In der Homöopathie hat sich die Echinacea angustifolia zur Steigerung der Abwehrkräfte bewährt und kann auch vorbeugend angewendet werden. Bei Erkrankungen, die auf ein geschwächtes Immunsystem hinweisen (z.B. Erkältung, Entzündungen, Gliederschmerzen oder Frösteln) hat die Echinacea eine unterstützende Wirkung. Weitere Symptome, bei denen Echinacea in Betracht kommt, sind folgende: Wenn bei Fieber der Puls nicht mit der Temperatur übereinstimmt (hohes Fieber, tiefer Puls). Verwirrung mit Schläfrigkeit. Stirnkopfschmerz, schlimmer beim Niesen. Völlegefühl im Kopf, Gehirn fühlt sich zu gross an. Membranartige Absonderung aus der Nase.
Ebenfalls wirkt die Echinacea entzündungshemmend und kann deshalb auch zur Linderung von Entzündungen der Brustdrüse oder im Unterleib von Frauen eingesetzt werden und hat sich auch bei Harnwegentzündungen oder Entzündungen der Mundschleimhaut bewährt.
Verwendung von Echinacea in der Homöopathie
Bereits indigene Völker nutzten Echinacea für die Heilung von Wunden, Schwellungen oder gar Schlangenbissen. Die Wurzeln oder Samen wurden auch bei Zahn- und Halsschmerzen gekaut und ein Sud aus Wurzeln half bei Grippen oder Erkältungen. Bei der homöopathischen Zubereitung wird die frische, blühende Pflanze mit Wurzeln verwendet, welche in verschiedenen Präparaten von Similasan zu finden sind. Die Einnahme von Echinacea kann bei der Behandlung von Erkältungssymptomen wirken und so dabei helfen, fit durch den Winter zu kommen.
Wirkt bevorzugt auf:
- Immunsystem
Hauptindikationen:
- Malaria-Fieber
- Scharlach
- Typhus
- Krebs (zur Schmerzlinderung)
- Erkältungskrankheiten
- Grippe
- Lymphknotenentzündung
- Brustdrüsenentzündungen
- Unterleibsentzündung bei Frauen
- Wochenbettfieber
- Infektion nach Verletzungen und Bissen durch Tiere (z.B. Schlangenbisse)
- Haut- und Schleimhauteiterungen (Erysipel, Zahnfleischbeschwerden, Furunkel, Harnwegentzündungen, Nierenentzündung und Blasenentzündung)
- Hautverbrennungen und Verletzungen
- Krampfadergeschwüre
Symptome:
Die Mittelwahl erfolgt aufgrund der Erfahrung, dass eine deutliche Steigerung der Abwehrkräfte durch Echinacea möglich ist. Bei allen Erkrankungen, die auf ein geschwächtes Immunsystem hinweisen (Erkältlichkeit, Entzündungen allgemein). Beachten Sie deshalb die aufgeführten Hauptindikationen.