de fr it
Menu

Wundheilung

Ist die Haut oder das darunter liegende Gewebe verletzt, durchtrennt oder beschädigt, spricht man von einer Wunde. Die Ursachen sind vielfältig. So gehören etwa Stürze, Bisse, Gewalteinwirkungen oder Verbrennungen zu den häufigsten Gründen. Dabei können auch Prellungen und Schürfungen entstehen. Eine Wunde besteht immer aus einem Wundrand, der Wundumgebungshaut und einem Wundgrund.

Die Wundarten

Wunden treten in vielen Formen und Arten auf, weswegen die Medizin diese zur leichteren Identifizierung in diverse Wundarten einteilt.

Die Haut ist aufgerissen oder beschädigt. Fachpersonen unterteilen hier nochmals in einfache oder komplexe Wunden. Bei der zweiten Variante sind nicht nur die Haut, sondern auch tiefere Gewebeschichten wie etwa Muskeln oder Knochen betroffen.

Die Haut wurde nicht durchdrungen oder aufgerissen. Prellungen, Blutergüsse oder Quetschungen können dennoch auftreten.

Plötzlich und unerwartet sind hier die Stichwörter. Denn akute Wunden können durch schnelle, unvorhergesehene Ereignisse entstehen. In der Regel heilen sie ohne grössere Komplikationen innerhalb weniger Wochen ab.

Genau wie akute Wunden werden sie unerwartet verursacht. Sie fallen meist leicht oder schwerwiegend aus. Häufige traumatische Wunden sind Biss-, Schnitt- oder Schürfwunden. Auch Unfall- oder Schusswaffenwunden werden in diese Kategorie eingeteilt.

Wenn extreme Aggregatzustände auf die Haut einwirken – also Hitze, Kälte oder Strom – entstehen thermische Wunden. Verursacher können kochendes Wasser, Eis oder auch die Sonne sein.

Typische oder meist alltägliche Verletzungen gehören in diese Kategorie. Das können etwa Schnittwunden oder Platzwunden sein.

Tritt die Haut in den Kontakt mit Säure oder Laugen, entstehen chemische Wunden. Dabei werden die oberen – möglicherweise auch tieferen – Haut- und Gewebeschichten verätzt. Strahlungswunden treten eher selten auf, können aber durch eine etwaige Chemotherapie entstehen.

Will eine Wunde sich auch nach mehrwöchiger Behandlung nicht schliessen und abheilen, spricht man von einer chronischen Wunde. Vor allem Diabetiker haben häufig chronische Wunden.

Wundheilung Phasen

Unser Körper hat eine grandiose Art und Weise, mit Schäden umzugehen: Dank eines komplexen Prozesses werden Gewebeschäden verschlossen, um Bakterien, die Infektionen verursachen, keine Chance zu geben. Dabei spricht man auch von primärer und sekundärer Wundheilung.

Exsudative Phase: In den ersten Stunden bildet sich Wundschorf, der äussere Keime fernhalten soll. Eine Gefässverengung tritt auf, damit eventuelle Blutungen gestillt werden.

Poliferative Phase: Während der ersten drei Tage werden kleinste Blutgefässe in das Wundbett einwandern. Eine dickere Schicht bildet sich, das gut an seiner dunkelroten Farbe erkennbar ist.

Narbenbildung: Ein erstes Narbengewebe bildet sich nach rund 10 Tagen. Diese Phase kann mehrere Wochen andauern.

Was sind primäre und sekundäre Wundheilung?

Bei der primären Wundheilung kann die Wunde mithilfe einer Narbenbildung direkt zusammenwachsen. Kleinere Schürfwunden verheilen primär. Auch kleinere Schnittwunden können so heilen. Primäre Wunden heilen auch mithilfe von Nähten, Klammern oder Pflastern.

Grössere Wunden, bei der auch Gewebeverlust auftritt, verheilen sekundär. Meist ist die Heilung mit einer markanteren, unschönen Narbe verbunden.

Erste Hilfe bei Wunden

Je nach Art der Wunde muss unterschiedlich behandelt werden. Doch zunächst gilt es, eine Erstversorgung zu machen:

  • Versuchen Sie Wunden generell nicht zu berühren.
  • Verwenden Sie keine Puder, Salben oder schmutzige Tücher.
  • Stellen Sie, wenn möglich, das verletze Körperteil ruhig.
  • Lassen Sie etwaige Fremdkörper in der Wunde. Diese sollten von einer Fachperson (Arzt/Ärztin) entfernt werden.
  • Schwerere Verletzungen können eine Schockstarre mit sich ziehen: Checken Sie die Vitalparameter (Bewusstsein, Atmung, Kreislauf).
  • Schürfwunden sollen zunächst mit Wasser von Schmutz und Dreck befreit werden und gleich desinfiziert werden. Danach mit einem Wundschnellverband die Wunde abdecken.
  • Lassen Sie kleinere Schnittwunden kurz ausbluten. (Keime und Dreck waschen sich dadurch aus). Danach abdecken. Grössere oder tiefere Wunden müssen vom Arzt versorgt werden. Legen Sie, wenn nötig, einen Druckverband an.
  • Verbrennungen werden unterschiedlich behandelt – je nach Grad.

Diese Produkte von Similasan helfen bei der Wundheilung