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Angst und Spannung

Angst ist ein elementares Grundgefühl. Es ist oftmals verbunden mit Symptomen wie Herzrasen, Schweissausbrüchen und Nervosität. In den meisten Fällen verbinden wir Angst mit negativen Ereignissen, sie hat aber auch positive Seiten. Denn Angst löst nicht nur Stresshormone aus, sondern bereitet unseren Körper auch auf Kampf-oder-Flucht-Reaktionen vor und versetzt ihn in einigen Fällen in einen Spannungszustand. Dieser geht oft mit verkrampften Schultern und extremen Nachdenken einher. Problematisch werden beide Zustände erst, wenn sie gehäuft auftreten oder gar chronisch werden.

Enge Gasse zwischen zwei Wänden. | © Jakob Braun via Unsplash

Ursachen: Warum leiden wir unter Angst und Spannung?

Sich über Sorgen und Probleme Gedanken zu machen, ist grundsätzlich nichts Schlechtes und auch völlig normal. Schliesslich sucht der Mensch nach Lösungen, die er mit einem wachen und klaren Verstand finden kann. Nehmen die Gedanken rund um das Problem zu, wird es komplizierter. Denn dann können die Sorgen übermächtig werden, die sonst ungefährlichen Zustände werden plötzlich als bedrohlich angesehen. Es entstehen Reaktionen wie Herzrasen, Schwindel oder Ohnmachtsanfälle bei Betroffenen, die sich schnell – kombiniert mit einem Spannungsgefühl – in eine Abwärtsspirale bewegen können. Es entwickelt sich ein andauernder Angstzustand, der in akuten Fällen zu Depressionen führen kann. Angstzustände können dabei verschiedene Ursachen haben:

  • Stress
  • Traumata
  • Belastungen
  • Zwangsstörungen
  • Körperliche Krankheiten wie Herzerkrankungen, Schilddrüsen- oder Atemwegserkrankungen
  • Medikamente
  • Schlafmangel

Die Ursachen von Angst sind noch nicht abschliessend geklärt. Psychoanalytische, neurobiologische und verhaltenstherapeutische Erklärungsansätze beleuchten verschiedene Auslöser für Angststörungen.

Angst und Spannung: Das sind die häufigsten Symptome

Die meisten Symptome bei Angst und Spannung sind, unabhängig von der Ursache, meist gleich. Dabei reagieren die Betroffenen mit:

  • Herzrasen
  • Zittern
  • Schwitzen
  • Übelkeit
  • Brustenge
  • Schwindel bis Ohnmachtsgefühl
  • Anspannung, Unruhe und Zerstreutheit und Unkonzentriertheit
  • Hilflosigkeit
  • Kontrollverlust und Ausgeliefertsein

Je nach Art der Angst können die einzelnen Symptome variieren. Verstärkt sich eine Angststörung, können sich auch leichte Beschwerden, beispielsweise Schwitzen, verstärken.

Ab wann gilt Angst als krankhaft?

Menschen gehen sehr unterschiedlich mit dem Gefühl der Angst um. Je nach Veranlagung und Erfahrungen, vor allem frühkindlichen, neigen sie eher zu Sorgen und Ängsten. Dies liegt in der menschlichen Natur und ist grundsätzlich normal. Wenn Angst aber ohne konkrete Bedrohung auftritt und länger anhält, gilt sie als krankhaft. Da Betroffene häufig stark unter ihrer Situation und psychischen und körperlichen Beschwerden leiden, können Angststörungen sehr einschränkend sein. Aus diesem Grund ist es wichtig, sie zu behandeln.

Spannungs- und Angstzustände: die Arten

Welche verschiedenen Arten von Angst gibt es? Die Medizin unterscheidet diverse Arten von Angst. Als Angststörung wird dabei eine Kategorie psychischer Störungen bezeichnet, bei denen sich die Angst in starken Symptomen zeigt, ohne eine konkrete Bedrohung als Ursache zu haben.

  • Panikstörung: Panikattacken, die nach wenigen Minuten vorbei sind. Der Betroffene empfindet dabei meist Todesangst.
  • Generalisierte Angststörung: Die Betroffenen machen sich Gedanken über Ereignisse und mögliche Szenarien.
  • Soziale Ängste: Angst vor Ablehnung, negativer Beurteilung durch andere Menschen.
  • Zwangsstörung: Generell irrationale Zwänge.
  • Trauma: Meist durch belastende, oftmals gewalttätige Ereignisse, die nicht verarbeitet werden konnten.
  • Hypochondrie: Angst vor schweren körperlichen Krankheiten.
  • Platzangst: Angst vor Räumen (meist eng) oder einer Menschenmenge.

Hinweise zu Angst und Spannung

  • Versuchen Sie, bei einer Angstreaktion in der Realität zu bleiben: Was geschieht wirklich? Gibt es eine konkrete Bedrohung als Auslöser der Angst?
  • Versuchen Sie, bei einer Angstreaktion in der Situation zu bleiben, bis die Angst vorüber ist. Nicht vor der Angst fliehen.
  • Die Angst nimmt von allein wieder ab.
  • Setzen Sie sich bewusst Angst machenden Situationen aus und lassen Sie sich dabei von einer Fachperson begleiten.
  • Seien Sie stolz auf Erfolge im Umgang mit Angstgefühlen, auch auf ganz kleine.

Diagnose und Behandlung von Angst- und Spannungszuständen

Bei Angst- und Spannungszuständen werden Stresshormone ausgeschüttet, die sich auf die Dauer negativ auf den ganzen Organismus auswirken können. Wenn Sie ein Problem über mehrere Tage beschäftigt, ist dies noch kein Grund zu handeln. Sollten Sie allerdings merken, dass Sie über einen längeren Zeitraum über Ihre Ängste nachdenken, sich in Ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt fühlen oder Sie Ihre Angst mit Suchtmitteln bekämpfen, sollten Sie unbedingt ärztliche oder psychologische Hilfe aufsuchen.

Welches homöopathische Mittel hilft bei Angst- und Panikattacken?

Angst lässt unter anderem auch viel Energie abfliessen und wirkt sich auf das Selbstbewusstsein und die geistige Konzentrationsfähigkeit aus. Homöopathische Heilmittel können dabei unterstützend wirken, sich mit den Ängsten zu befassen und sie abzubauen. Bei Angstzuständen kommt oft der homöopathische Wirkstoff Aconitum Napellus zum Einsatz. Der Wirkstoff stammt aus der Wurzelknolle des blauen Eisenhuts. Die Heilpflanze gehört zu unserer heimischen Flora und ist häufig auf feuchten Bergwiesen und Wasserläufen anzutreffen. Der blaue Eisenhut ist giftig und kommt nebst den Alpen auch in den Pyrenäen und den Karpaten vor.

Lassen sich Angststörungen prophylaktisch verhindern?

Da Angststörungen sehr unterschiedliche Auslöser haben können, ist es nur begrenzt möglich, allgemeine Handlungshinweise zu geben. Traumata oder körperliche Erkrankungen können Ursachen starker Angstgefühle sein, lassen sich von Betroffenen aber naturgemäss nicht verhindern. Mit einem gesunden Lebenswandel mit ausgewogener Ernährung legen Sie eine gute Basis für die Prophylaxe von starken Ängsten. Auch Bewegung kann Sie dabei unterstützen, Stress zu reduzieren und Ihr Wohlbefinden zu stärken. Daneben können auch Entspannungsmethoden dabei helfen, Ängste abzubauen und damit verbundene Beschwerden bereits frühzeitig zu verhindern.


Diese Produkte von Similasan helfen bei Angststörungen

Autor

04.01.2024

Sandro Wyss

dipl. Drogist HF, MAS Marketing & Business Development

Sandro Wyss ist dipl. Drogist HF und Autor für den Similasan Ratgeber

Sandro Wyss arbeitet seit 2021 als CCO/Leiter Markt Schweiz bei der Similasan AG. Bereits während seiner Ausbildung zum Drogisten hat er sich mit verschiedenen Therapieformen von komplementären Heilmethoden auseinandergesetzt und sich in diesen Themen weitergebildet. Dies ist auch die Hauptmotiviation für sein Engagement im Vorstand beim SVKH (Schweizerischer Verband komplementäre Heilmittel). Seine Freizeit verbringt er am liebsten mit seiner Familie in der Natur oder leidenschaftlich in der Küche.

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