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Die Augen im Alter

Genau wie die Haut erschlafft und das Gehör schwächer wird, so beeinflusst das Alter auch die Augen. So kommt es, dass die Sehschärfe abnimmt, Gegenstände im Dunkeln nicht mehr so gut erkennbar sind und die Augen allgemein schneller ermüden.

Die Augenprobleme im Alter

Mit dem Alter kommen die Beschwerden. Auch die Augen sind davon betroffen. Erste Veränderungen der Sehkraft bemerken Menschen meist durch eine veränderte Schärfenwahrnehmung. Deswegen können oft nahgelegene Objekte nicht mehr scharf gestellt werden – die Altersweitsichtigkeit stellt sich ein. Grund dafür ist die altersbedingte abnehmende Elastizität der Augenlinse. Da sich die Linse mit dem Alter verhärtet, reicht die Brechkraft für ein scharfes Bild nicht mehr aus. Auch die Farbwahrnehmung und das Kontrastfeld sowie das allgemeine Gesichtsfeld ändern sich mit dem Alter. Besonders bei Personen, die mit den Jahren eine Eintrübung oder Gelbfärbung der Linse bemerken, haben Schwierigkeiten Farben und Kontraste korrekt wahrzunehmen.

 Weitere Augenbeschwerden im Alter sind:

  • Grauer Star
  • Glaukom oder Grüner Star
  • Schlechte Nachtsicht
  • Trockene Augen, auch gerötet oder juckend
  • Verschwommenes Sehen
  • Lichtblitze
  • Netzhauterkrankungen (etwa Makuladegeneration)

So erkennen Sie altersbedingte Augenbeschwerden

Grüner und Grauer Star

Normalerweise wird der sehr häufig auftretende Graue Star als eine altersbedingte Erkrankung angesehen, er kann aber auch durch eine Stoffwechselerkrankung oder Augenverletzungen entstehen. Ein typisches Merkmal von grauem Star ist eine trübe Augenlinse. Dadurch nimmt die Sehschärfe ab. Betroffene haben dann einen «starren» Blick. Beim Grünen Star (Glaukom) hingegen werden die Netzhaut und der Sehnerv angegriffen, wobei Betroffene über Ausfälle des Gesichtsfeldes oder Kopfschmerzen klagen. Ursachen können ein zu hoher Augeninnendruck sein oder ein niedriger Blutdruck.

Trockene Augen durch Wechseljahre

Durch die hormonelle Umstellung des Körpers klagen viele Frauen in den Wechseljahren über trockene Augen. Da der Östrogenspiegel sinkt, werden die Augen nicht mehr ausreichend befeuchtet. Betroffene empfinden ein Jucken oder Brennen. Eine erhöhte Flüssigkeitszunahme oder Tränenersatzflüssigkeiten können Linderung schaffen.

Schlechter sehen in der Nacht

Wer nachts Umrisse und Objekte nur verschwommen wahrnimmt, der wird wohl an der Nachtblindheit leiden. Die echte Nachtblindheit ist angeboren und kann vererbt werden. Eine schlechte Nachtsicht kommt aber auch mit zunehmendem Alter häufig vor. In diesem Fall kann die Linse sich nicht mehr weit genug öffnen, sodass nicht genügend Licht ins Auge fällt. Auch durch Linsentrübungen wird es im Alter schwieriger im Dunkeln zu sehen.

Wenn die Sicht verschwimmt

Die Zeitung wird mit ausgestreckten Armen gelesen, Bücher machen nur noch mit zusammengekniffenen Augen Freude. Mit dem Alter wird es immer schwieriger nahegelegene Objekte scharf zu sehen. Dann stellt sich die sogenannte Alterssichtigkeit ein. Auch hier ist die Linse Grund für das veränderte Sehen. Meist erfordert diese altersbedingte Veränderung eine Brille. Sollten Sie eine Veränderung bemerken sprechen Sie mit Ihrem Augenarzt darüber.

Lichtblitze

Da im Alter der Glaskörper schrumpft, löst oder zerrt er an der Netzhaut und stimuliert diese. Dieses Hin und Her interpretiert das Gehirn als Lichtblitze oder Sternchen. Sollten sich diese Blitze häufen oder mit Augenschmerzen und einem Sehverlust auftauchen, sollte ein Arzt konsultiert werden.

Netzhauterkrankungen

Im fortgeschrittenen Alter treten häufiger Netzhauterkrankungen wie etwa eine Makuladegeneration auf. Dabei bildet sich die Makula (Gelber Fleck) langsam zurück und führt so zu einer Verschlechterung des zentralen Sehvermögens. Betroffene verlieren dabei die Detailansicht und sehen gerade Linien oftmals wellenförmig.

Das kann man zur Vorbeugung tun

Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung und gehen Sie regelmässig Ihre Augen untersuchen. Wer Omega Fette und ausreichend Vitamine zu sich nimmt, stärkt seine Augen. Dennoch reichen manchmal diese Vorkehrungen nicht aus. Gerade Grauer Star wird in seinen Anfangsstadien von Betroffenen nicht wahrgenommen. Eine regelmässige Vorsorgeuntersuchung kann diesen und andere Augenerkrankungen rechtzeitig erkennen.