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Unser Nervensystem: Wissenswertes zu unseren Nerven, Kreislauf und Schlaf

Unser Nervensystem ist hochkomplex und umfasst viele Milliarden Nervenzellen (Neuronen) im menschlichen Körper. Durch unser Nervensystem werden Sinnesreize aufgenommen und auch Bewegungen, Reaktionen sowie Schmerzempfindungen ausgelöst. Erfahren Sie mehr über unser Nervensystem und wie homöopathische Arzneimittel dabei helfen können, wenn das Nervensystem aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Was macht eigentlich unser Nervensystem?

Unser Nervensystem ist eng mit dem Kreislauf verbunden. Als Hauptfunktion reguliert es unseren Körper und ist für die Kommunikation von veränderten äusseren Bedingungen verantwortlich. Als gutes Beispiel dient eine heisse Herdplatte: Berühren wir diese versehentlich mit der Hand, nimmt unser Nervensystem den äusseren Reiz – die Hitze – wahr, bevor wir uns der Gefahr einer Verbrennung bewusst werden. Blitzschnell geht unsere Hand weg von der Herdplatte, ehe wir den Schmerz, ausgelöst durch die heisse Herdplatte, wahrnehmen. Kurz: Das Nervensystem ist nebst vielen weiteren wichtigen Aufgaben auch für reflexartige Reaktionen von uns verantwortlich.

Die Ordnung unseres Nervensystems

Zu den Aufgaben unseres Nervensystems gehört die Steuerung unseres Organismus. Dabei spricht man hauptsächlich vom willkürlichen und vom vegetativen Nervensystem. Während das vegetative Nervensystem Abläufe im Körper regelt, die – wie im Beispiel mit der heissen Herdplatte – nicht bewusst von uns gesteuert werden können, ist das willkürliche Nervensystem für alles verantwortlich, was wir mit unserem Willen beeinflussen können.

Das willkürliche Nervensystem

Sie möchten sich am Rücken kratzen, einen Ball werfen oder ganz einfach spazieren? Dann ist Ihr willkürliches Nervensystem am Zug. Es ist für sämtliche unserer bewussten Bewegungen verantwortlich und steuert unsere Motorik.

Das vegetative Nervensystem

Atmung, Stoffwechsel, Durchblutung oder auch Schwitzen: All diese Körperfunktionen sind lebenswichtig für uns, ohne dass wir uns bewusst darum kümmern müssen. Zuständig dafür, dass dies einwandfrei funktioniert, ist unser vegetatives Nervensystem. Unser Gehirn kommuniziert durch das vegetative Nervensystem ständig mit unserem Körper und sendet entsprechende Signale, falls beispielsweise der Körper abgekühlt werden muss. Das Resultat: Wir beginnen zu schwitzen. Unser vegetatives Nervensystem teilt sich wiederum in das sympathische Nervensystem (Sympathikus) und das parasympathische Nervensystem (Parasympathikus) auf. Diese zwei Bereiche kann man sich als Gegenspieler vorstellen.

Das sympathische Nervensystem

Sie haben es bestimmt schon erlebt: Während eines Vorstellungsgesprächs, einer Prüfung, einem Date oder einer Situation, auf die Sie sich lange vorbereitet haben, beginnt Ihr Herz schneller zu schlagen und Sie sind voll fokussiert. Diesen Umstand haben Sie dem sogenannten Sympathikus, einem Teil Ihres vegetativen Nervensystems, zu verdanken. So wird Ihr Körper auf physische und geistige Leistungen vorbereitet. Eine passende Eselsbrücke gibt es aus dem Bereich unserer Evolutionsgeschichte: Der Sympathikus ist für unser kurzfristiges Überleben und Funktionieren verantwortlich. In der Steinzeit war der Sympathikus beispielsweise bei Begegnungen mit Raubtieren besonders wichtig, damit die Sinne unserer Ahnen blitzschnell in den Fluchtmodus wechseln konnten.

Das parasympathische Nervensystem

Die gegenteilige Rolle nimmt der Parasympathikus ein: Wenn unser Körper ruht, kümmert er sich darum, dass der Stoffwechsel funktioniert, die Verdauung angeregt wird oder dass der Körper Kraftreserven anlegt und richtig generieren kann. Auch hier funktioniert der Vergleich mit der Evolutionsgeschichte. Während der Sympathikus für unser kurzfristiges Überleben verantwortlich war und ist, kümmert sich der Parasympathikus darum, dass unser Organismus langfristig überleben kann – beispielsweise in der sicheren Höhle am Feuer nach erfolgreicher Jagd.

Mögliche Symptome eines gestörten Nervensystems

Häufige Symptome eines gestörten (vegetativen) Nervensystems können Nervosität oder Schlafstörungen sein. Symptome wie Krämpfe oder Herz-Kreislauf-Probleme werden oft auch einem gestörten Nervensystem zugeschrieben. Eine genaue medizinische Zuordnung der Ursache ist jedoch in der Regel nicht möglich. Dies, da ein gestörtes Nervensystem oft auf verschiedenen Umständen körperlicher, sozialer und seelischer Art gründet. Stress, Ängste und Unsicherheiten können psychosomatische Auslöser der erwähnten Symptome sein und das Gleichgewicht unseres Nervensystems durcheinanderbringen.

Folgende Symptome können als Folge eines gestörten Nervensystems auftreten:

Nervosität, innere Unruhe, Stress und Angst – was kann man tun?

Prüfungsangst, ein wichtiges persönliches Gespräch oder eine Bewerbung: So vielfältig die Ursachen für Nervosität, innere Unruhe und ähnliche Symptome sein können, so vielfältig kann man individuell damit umgehen. Vielen Menschen helfen Entspannungsübungen dabei, sich zu beruhigen. Auch regelmässige Bewegung, beispielsweise Spaziergänge im Wald, Radfahren, Schwimmen oder andere Sportarten können zur Beruhigung beitragen. Als Hausmittel empfehlen sich ein Beruhigungstee, Buttermilch oder auch pflanzliche Präparate wie Baldrian und Hopfen. Ist die innere Unruhe langwierig und nicht mit bevorstehenden Ereignissen verbunden, empfiehlt sich auch ein genauer Blick auf die eigene Ernährung. Genussmittel wie Koffein, Alkohol oder Nikotin können zu Unruhe – oder im Fall von Alkohol auch zu Depressionen – führen.

Mögliche Ursachen für Schlafstörungen

Zu den möglichen Folgen von Stress gehören auch Schlafstörungen. Schätzungsweise leiden bis zu 20 Prozent der Bevölkerung unter schlechtem Schlaf. Zusätzlich zu Stress und innerer Unruhe gehören auch Koffein und Alkohol zu den Ursachen von Schlafstörungen. Ausgelöst werden können Schlafstörungen ausserdem durch die Einnahme von Medikamenten, durch Vorerkrankungen und nicht zuletzt von äusseren Einflüssen wie beispielsweise Baustellenlärm, der in das Schlafzimmer dringt.

Tipps, um Schlafstörungen entgegenzuwirken

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um bessere Rahmenbedingungen für einen erholsamen Schlaf zu schaffen – einige davon können Sie ganz leicht in Ihren Alltag einbauen. Verzichten Sie beispielsweise ab dem Nachmittag auf koffeinhaltige Getränke wie Kaffee oder Cola. Auf alkoholhaltige Getränke sollten Sie spätabends ebenfalls verzichten. Abends empfiehlt es sich, leichte Mahlzeiten einzunehmen. Bewegen Sie sich regelmässig und achten Sie darauf, dass Sie sich nur dann ins Bett legen, wenn Sie auch wirklich müde sind.

Homöopathie und das Nervensystem

Auch homöopathische Heilmittel können zur Unterstützung des Nervensystems bei nervösen Beschwerden eingesetzt werden. Globuli können beispielsweise bei innerer Unruhe mit Herzklopfen, Verkrampfungen im Verdauungstrakt, nervösen Verdauungsbeschwerden oder bei allgemeiner Gereiztheit und Verspannung für eine Linderung der Symptome sorgen. Auch bei Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen gibt es homöopathische Arzneimittel, die unterstützend wirken können.


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