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Bauchkrämpfe

Sie sind unangenehm und tauchen oft in den unpassendsten Momenten auf: Bauchkrämpfe. Dabei ziehen sich die Muskeln in den Verdauungsorganen rhythmisch zusammen und lösen Schmerzen aus. Das Allgemeinbefinden wird eingeschränkt und tägliche Dinge wie Arbeiten, Sport treiben, auswärts Essen gehen oder ein Kinobesuch werden zur Herausforderung. Zum Glück sind Bauchkrämpfe oder Bauchschmerzen oft leicht zu behandeln.

Spannende Fakten zur Verdauung

Wer beim Essen länger kaut, hilft dem Magen. Denn so muss das Zerkleinern nicht nachgeholt werden. Ausserdem stellt sich das Sättigungsgefühl schneller ein, was ein Überessen verhindert.

Die Nahrung hat einen langen Weg. Allein der Dünndarm ist zwischen vier und sechs Metern lang! Der Grund: Die Zotteln, welche ein in sich gefalteter Abschnitt des Darms darstellen, machen die Grösse aus.

Mehr als 100 Millionen Nerven befinden sich in unserem Darm. Deswegen reagiert dieser so empfindlich auf Verstimmungen.

Ursachen: Darum entstehen Bauchschmerzen und Krämpfe

Bauchkrämpfe rühren oft von einer Magenverstimmung her. Diese kann entstehen, wenn:

  • Vermehrt Stress (seelischer), Hektik und Anspannung vorhanden sind
  • Etwas Verdorbenes gegessen wurd
  • Die Betroffenen unter einem Reizdarmsyndrom leiden
  • Betroffene an Verstopfung, einer Blasenentzündung oder an Durchfall leiden
  • Eine Allergie oder eine Lebensmittelunverträglichkeit besteht
  • Menstruationsbeschwerden vorliegen

Weitere Ursachen für Bauchschmerzen können auch schwerwiegenderer Natur, wie ein Magenkarzinom oder ein Fremdkörper, sein.

Symptome: So deuten Sie Bauchkrämpfe richtig

Bauchweh ist leicht zu identifizieren. Wenn Betroffene allerdings konkreter werden müssen, spätestens wenn ein Gang zum Arzt oder zur Apotheke erforderlich ist, können sie oft nicht ihr Problem beschreiben. Deswegen ist es hilfreich zu wissen, wie man die einzelnen Bereiche des Oberkörpers bezeichnet. Liegen die Schmerzen eher weiter oben im Bereich der Speiseröhre oder des Magens, spricht man von Oberbauchschmerzen. Dabei können auch die Milz, Leber, das Herz oder die Bauchspeicheldrüse betroffen sein. Klassische Ursachen können Sodbrennen, Gallensteine oder ein Reizmagen sein. Besonders bei einem Reizdarm verkrampft sich der Magen und sorgt für vermehrte Bauchkrämpfe. Schmerzt es unterhalb des Bauchnabels, so ist die Rede von Unterbauchschmerzen. Da der Darm von einem dicht geflochtenen Nervennetz überzogen ist, reagiert er sehr empfindlich auf Veränderungen. Deswegen gehen Unterbauchschmerzen oft vom Darm aus. Die Ursache könnte ein Harnwegsinfekt, eine Blinddarmentzündung oder gynäkologische Beschwerden sein.

Hausmittel gegen Bauchschmerzen

Wärme: Vor allem bei Menstruationsbeschwerden kann Wärme krampflösend wirken. Legen Sie sich hierfür eine Wärmeflasche oder ein Wärmekissen auf den Bauch. Achten Sie darauf, dass das Kissen keinen zu hohen Druck auf die schmerzende Stelle ausübt.

Tees: Kräutertees wie Fenchel, Kamille, Ingwer oder Anis wirken beruhigend auf den Verdauungstrakt – besonders auf den Darm.

Viel trinken: Dass unser Körper ausreichend Flüssigkeit benötigt, ist kein Geheimnis. Bei Blähungen sollten Sie aber stilles Wasser oder Tees zu sich nehmen. Liegt ein Magen-Darm-Infekt vor, braucht unser Körper besonders viel Flüssigkeit, da bei Durchfall viel Flüssigkeit verloren geht.

Schonkost: Während Magenverstimmungen oder Verdauungsproblemen sollten Sie auf Schonkost umsteigen. Verzichten Sie auf schweres, fettiges oder scharfes Essen. Stattdessen können Sie Haferflocken, Bananen, Knäckebrot oder Kartoffeln essen.

Ausruhen: Vermeiden Sie Stress und Hektik, da beide Ursachen für Magenverstimmungen sein können. Zur Entspannung helfen Yoga und Meditation.

Helfen Ihnen diese Hausmittel nicht weiter, so können homöopathische Arzneimittel bei Magen-Darm-Beschwerden und Unwohlsein unterstützend wirken.