Seelenpflege!

Seelenpflege!

Die frostigen Temperaturen draussen lassen einem nach einem ausgedehnten Spaziergang am liebsten mit einer Wolldecke auf dem Sofa kuscheln. Man entzündet ein Feuer im Cheminée, schaut in die Flammen und wärmt sich mit einem wärmenden Kräutertee, Sirup oder Punsch von innen auf.

 

Schlehe (Prunus spinosa)

Die Schlehe wächst als strauchartiger Baum, der bis zu drei Meter hoch werden kann und mit Dornen versehen ist. Deshalb wird die Schlehe auch oft Schlehdorn genannt.

Als Schlehen werden die blauen bis schwarzen, etwa haselnusskerngroßen Beeren des Schwarzdorns bezeichnet. Sie sind ein uraltes Nahrungs- und Heilmittel.

Erst nach ein paar Frostnächten sind Schlehen geniessbar, vorher sind sie so bitter-sauer, dass sich beim Essen alles im Mund zusammenzieht. Durch den Frost verlieren sie einen Großteil des sauren Geschmacks und werden leicht süßlich.

 

Rezept Schlehen-Sirup

2 kg Schlehen

1 kg Zucker

½ Tl Zimt

1 Messerspitze Nelkenpulver

Wasser nach Bedarf

 

Schlehen in einen Topf mit Wasser geben. Die Schlehen sollten mit Wasser bedeckt sein und so 24 h ziehen. Am nächsten Tag abgießen, das Wasser danach wieder zu den Schlehen geben. Diese Prozedur noch zwei Mal, also zweimal nach jeweils weiteren 24 h wiederholen. Saft durch ein Leinentuch oder feines Sieb gießen. Zucker und Gewürze hinzufügen und erneut aufkochen. Heiß in saubere Flaschen füllen und sofort verschließen.

 

Sanddorn

Sanddorn ist nach Hagebutten und weit vor Zitrusfrüchten einer der wichtigsten Vitamin C-Lieferanten. Für den menschlichen Organismus hat Vitamin C grundsätzlich zwei Funktionen: Immunschutz und Stabilisierung der Psyche. Im Immunsystem bekämpft Vitamin C die aufdringlichsten Krankheitserreger wie Parasiten, Viren, Mikroben und vor allem Freie Radikale. Gerade die so genannten freien Radikalen unterstützen die Alterungsprozesse im Körper.

Neben Vitamin C liefert die Sanddornfrucht wertvolle B-Vitamine (B1, B2, B6, B12) für Nerven und Stoffwechsel, knochenstärkendes Kalzium, Eisen für die Blutbildung, Magnesium und Mangan für den Aufbau körpereigener Eiweiße. Sowohl Kern als auch Fruchtfleisch enthalten Öle, die entzündungshemmende und wundheilende Eigenschaften besitzen. Sanddornbeeren übertreffen mit einem Vitamin C-Gehalt von 200 – 900 mg pro 100 Gramm deutlich die Vitaminmenge von Zitronen und Orangen. Deshalb können Sanddornprodukte vorbeugend bei Erkältungskrankheiten und als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt werden. Auch bei schon vorhandenen Beschwerden wirken Sanddornbeeren als Heilmittel: Saft, Likör, Sanddorn-Öl und Tee stärken das Immunsystem, den Kreislauf und wirken appetitanregend.

 

Rezept Sanddorn-Saft

2 kg frische Sanddornbeeren

0,5 Liter Wasser

1,5 kg Zucker

1 Vanilleschote

 

Die Sanddornbeeren werden gepflückt, durch Waschen gesäubert und dann in einen Topf gegeben. Wasser zugeben, Zucker und Vanilleschote dazufügen. Kurz Aufkochen und den Topf vom Herd nehmen. Abfiltern und in Flaschen abfüllen.

 

Rezept für Sanddorn-Smoothie

2 Äpfel

1 Orange

4 Esslöffel Sanddorn-Sirup

Das geschälte und entkernte Obst in den Mixer geben und pürieren, am Schluss den Sanddorn unterrühren und genießen. Mit diesem Smoothie kommen Sie gut über den Winter und durch die Erkältungszeit!

 

Mit winterlichen Grüssen

Remo Vetter

 

Buchtipp: «The Lazy Gardener und seine Gartengeheimnisse» ISBN 978-3-03800-975-7