Euphrasia (Augentrost)

Euphrasia Officinalis – auch Augentrost genannt – ist eine Pflanze mit besonderer Wirkung: Sie wirkt vor allem am Auge reizlindernd, antibakteriell und entzündungshemmend. Darum wird Augentrost bereits seit dem Mittelalter zur Behandlung von Augenleiden verwendet.

Vorkommen des Augentrosts

Euphrasia officinalis wächst auf Weiderasen, und frischen Magerwiesen in fast allen Ländern Europas sowie in der Türkei und Georgien. Ihre Blüten sind weiss und haben auf den unteren Blütenblättern einen charakteristischen gelben Fleck. Die 5-25cm grosse Pflanze wächst als einjähriger Halbschmarotzer, d.h. sie zieht Wasser und Nährstoffe aus der sie umgebenden Gräser und Halme. Das Kraut Augentrost nutzt also die Lebenskräfte anderer Pflanzen, um zu wachsen. Der Augentrost blüht von Juli bis September.

Gattungsname der Euphrasia (Augentrost)

In der Medizin den lateinischen Namen «Euphrasia officinalis», ist aber besser bekannt unter dem volkstümlichen Namen «Augentrost». Der Gattungsname «Euphrasia» leitet sich von griech. Euphrasia (Wohlbefinden, Frohsinn) ab. Ob mit Wohlbefinden die Heilwirkung der Pflanze oder das hübsche Aussehen der Wiesenblume, das Wohlbefinden auslöst, gemeint ist, bleibt unklar. Umgangssprachlich wird die Pflanze – da sie ein Halbschmarotzer ist – nicht selten auch Milchschelm, Weiddieb oder Gibinix genannt. Der Französische Name von Augentrost lautet übrigens «casse lunette» und weist auf die Anwendung der Augentrost-Augentropfen bei Augenbeschwerden hin.

Verwendung des Augentrosts

Euphrasia wird bereits seit Jahrhunderten in der Medizin und Homöopathie verwendet: Es ist belegt, dass die Pflanze seit dem 13. Jahrhundert als Augenheilmittel genutzt wurde. Dabei wird sowohl der Stängel, als auch die Blätter und Blüten der Pflanze genutzt: Alles wird zerkleinert und anschliessend zu einer Tinktur verarbeitet. Diese beinhaltet unter anderem den Inhaltsstoff Aucubin, dem entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben werden.

Die Anwendungsgebiete des Augentrosts sind Husten und Heiserkeit, vor allem aber Entzündungen der Augenbindehaut und des Lidrandes aufgrund von und Übermüdung der Augen durch Überanstrengung oder Katarrh. Ähnliche Linderung bei Augenleiden verschaffen auch die Heilpflanzen Tollkirsche und Echte Kamille. Genau wie Augentrost werden auch sie in der Augenheilkunde heute noch zu homöopathischen Zwecken eingesetzt.

Bei diesen Symptomen hilft Euphrasia (Augentrost)

  • Leichte entzündliche Zustände der Bindehaut
  • Dicker, rahmiger oder wundmachender Ausfluss
  • Müde, tränende Augen
  • Trockene Augen
  • Fremdkörpergefühl im Auge
  • Brennen oder Anschwellen des Augenlids
  • Lichtscheuheit

Augentrost-Augentropfen

Wenn Sie an den oben aufgezählten Symptomen leiden, dann können Augentrost-Augentropfen helfen. Diese sind aus dem Augentrostkraut hergestellt und verschaffen Linderung bei verschiedenen Augenbeschwerden. Den Augentrost-Tropfen werden entzündungshemmende, befeuchtende und antibakterielle Eigenschaften zugeschrieben. Die Augentrost-Tropfen werden üblicherweise zwei- bis dreimal täglich in den Bindehautsack des Auges gegeben.
Bei ordnungsgemäßer Anwendung sind keine Nebenwirkungen von Augentrost-Tropfen bekannt. Selten wird von leichten Reizungen nach der Verabreichung und Überempfindlichkeitsreaktionen bei Anwendung der Augentrost-Augentropfen berichtet.

Hier finden Sie die Augentrost-Tropfen von Similasan:

Augentrost-Globuli

Euphrasia bekommen Sie nicht nur als Augentrost-Augentropfen, sondern auch in Form von Augentrost-Globuli zur inneren Einnahme. Diese enthalten eine sogenannte Euphrasia-Urtinktur, die zur Herstellung homöopathischer Verdünnungen normalerweise aus der Frischpflanze oder der getrockneten Pflanze gewonnen wird.

Augentrost-Tee

In gewissen Tee- und Gewürzläden können Sie Euphrasia in getrockneter Form kaufen. Der Tee ist im Geschmack scharf und bitter.

Zubereitung des Augentrost-Tees: 2-3g fein geschnittenes Augentrostkraut mit 200 ml kochendem Wasser übergiessen. 5-10 Min ziehen lassen.

Von der Anwendung des Augentrost-Tees als Auflage wird eher abgeraten, da dabei noch mehr Keime ins Auge gelangen können.